Ulf Wakenius (* 16. April 1958 in Halmstad, Schweden) ist ein schwedischer Jazz-Gitarrist und Komponist.
Wakenius begeisterte sich anfangs für Blues- und Rockgitarristen. Seinen Übergang zum Jazz schreibt Wakenius in einem Interview dem Hören von
John McLaughlin in dessen
Mahavishnu Orchestra zu. In den 1980er Jahren spielte er mit Peter Almqvist in
Guitars Unlimited und vertrat mit ihm 1985 Schweden beim
Melody Grand Prix. Aus einem Aufenthalt in Rio de Janeiro entstand 1987 das Album
Let’s Vamos (Sonet) mit dem brasilianischen Akkordeonspieler
Sivuca. Um diese Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit dem dänischen Bassisten Niels-Henning Ørsted Pedersen, mit dem er mehrere Platten bei Verve veröffentlichte (
This is all I ask, 1998,
Those who were, 1996). Anfang der 1990er Jahre nahm er mit eigener
Ulf Wakenius Group auf (u. a. mit dem Trompeter
Randy Brecker und dem Schlagzeuger
Jack DeJohnette). Im Laufe der Zeit spielte er mit zahlreichen Jazzmusikern wie
Steve Coleman, Gary Thomas,
Herbie Hancock,
Roy Hargrove,
Milt Jackson,
Joe Henderson,
Art Farmer,
Toots Thielemans,
Dennis Chambers. Auf der
Jazz Baltica 2003 spielte er mit US-Gitarrenstar
Pat Metheny.
Ab 1997 war er Mitglied des
Oscar Peterson Quartetts (
Summernight in Munich, Telarc, 1999,
Trail of Dreams, Telarc 2000 mit
Michel Legrand). Mit dem Trio von dessen ehemaligem Bassisten
Ray Brown nahm er
Summertime (1998),
Seven steps to heaven (1999) und
Some of my best friends are guitarplayers (Telarc, 2001, neben Wakenius auch
Herb Ellis,
John Pizzarelli,
Russell Malone,
Kenny Burrell) auf (und ist auch auf einer Duke Ellington Tribute-Platte
Duke Ellington Swings, Telarc 1999, mit Brown’s Trio zu hören).
2005 erhielt er den Django d’Or (Schweden).